Sonderausgabe

Deutsche Zusammenfassung:

Nach vier Jahren:  Gute Prognosen für basale Implantate

Weder Patientenalter,  Geschlecht, Kieferregion, Restknochenhöhe, bestehende Parodontitiden oder prothetische Versorgungsform haben  Einfluss auf den Erfolg von BOI®-Implantate

Die Nachuntersuchung nach vier Jahren des  ausschließlichen Einsatzes von basalen Implantaten (Diskos®, BOI®) an fortlaufenden Patienten, - häufig mit  schwierigster Vorgeschichte-,  zeigen, dass keine patienteneigenen Faktoren gefunden werden konnten, die den hohen Erfolg von BOI® statistisch signifikant negativ beeinflussen können. Dies wurde im Rahmen einer Praxisstudie in Deutschland festgestellt.

88 konsekutiv behandelte Patienten wurden über vier Jahre mit Diskos®/BOI® versorgt und anschliessend nachuntersucht. Die  Überlebenswahrscheinlichkeit stieg dabei mit der tatsächlichen Liegedauer der Implantate sogar an. Die Überlebensraten bei Implantaten die über ein halbes Jahr in Funktion waren von 96%, bei zwei und mehr Jahren von über 98% und bei der Gruppe der mehr als drei Jahre genutzten Implantate von 100%. Die höchsten Risiken für diese Implantate bestehen in der Phase der Einheilung und der Prothetikherstellung. Bei einer durchschnittlichen Gesamtüberlebensrate von  95.7% in beiden Kiefern liegt das Verlustrisiko eher niedriger als bei crestalen Implantaten. Auch die Aufschlüsselung der Ergebnisse nach der knöchernen Ausgangssituation, ob also ein Implantat in ausgeheilten Knochen oder aber gleichzeitig in Alveolen frisch entfernter Zähne bzw. parodontal involvierter Zähne gesetzt wurde, zeitigte keinen signifikanten Unterschied. In der Gruppe der parodontal involvieren Implantantationsgebiete waren die Ergebnisse sogar geringfügig besser als im ausgeheilten Knochen.  Anhand diverser Beispiel werden sämtliche festsitzenden Indikationsgruppen, von Einzelkrone bis zur zirkulären Brücke, dargestellt und mit zunehmender Konstruktionsgröße steigende Überlebensraten der Implantate konstatiert. Der einzige signifikante Einfluss wurde in der Scheibenanzahl (94,9% bei einscheibigen vs. 96.6% bei mehrscheibigen Implantaten) gefunden(p=0,043). Ergänzend wird festgehalten, dass 85.8% der verwandten Implantate eine vertikale Gesamthöhe von maximal 8mm hatten, ein Maß, das bei anderen Implantatdesigns zu deutlich schlechteren klinischen Ergebnissen führt.

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